Abgehoben: Zum Jubiläums-Sommerfest ging es in die Luft

Auch wenn man im Segelflieger allein oder maximal zu zweit in der Luft ist, so ist die Segelfliegerei kein Sport für Einzelkämpfer und Individualisten. Das fängt beim Zusammenbau des Segelfliegers an, geht über den Transport zum Startplatz und den Start über eine Seilwinde bis hin zur Luftaufsicht. Das ist Teamarbeit, denn: „Viele ehrenamtliche Helfer sind hier gefragt, die alle die Liebe zur Segelfliegerei zusammenhält“, erklärte Birgit Hennig-Friebe vom Vorstand des Flugvereins Niederrhein Duisburg e. V.

Der Duisburger Ortsverein des DJV, der Presseverein Niederrhein-Ruhr, feierte mit seinem Sommerfest zugleich sein Jubiläum unter dem Motto „Wir werden 50 und heben ab!“ beim Flugverein Niederrhein Duisburg. Seit 1955, nachdem in Duisburg der Flugplatz Neuenkamp der Industrieansiedlung zum Opfer gefallen war, ist der Duisburger Flugverein am Flugplatz Wesel-Römerwardt stationiert. Den Platz teilt man sich heute nur noch mit den Luftsportfreunden Wesel. Zeitweilig waren dort sieben Vereine beheimatet. Vereinsräume und Werkstatt hat sich der Flugverein unter den Bögen der Vorlandbrücke einer im zweiten Weltkrieg zerstörten Rheinbrücke ausgebaut – mit einem kleinen Biergarten davor. Beim Segelflug erkennt man auf der anderen Rheinseite noch einen Brückenpfeiler und Reste der früheren Eisenbahnbrücke im Rheinvorland.

Zwei Segelflugzeuge standen den Duisburger Journalisten für Rundflüge zur Verfügung – und das praktisch den ganzen Tag. Gesteuert wurden die Segler von den Fluglehrern Stefan und Thomas. Jeder, der wollte, kriegte auch einen Flug über Wesel, den Rhein und eine herrlichen Seenlandschaft ab. Außerdem nahm Freizeitpilotin Gisela Interessierte in ihrem privaten Motorsegler auf eine Runde über Wesel, Xanten und das nördliche Duisburg mit. Neben den Fliegern der beiden Flugvereine waren noch Fallschirmspringer unterwegs sowie ein Fluggerät mit Rotorblättern, welches wie ein offener Hubschrauber aussah. Damit sich in der Luft niemand in die Quere kommt, hält die Luftaufsicht in einem Container auf dem Flugplatz Funkkontakt zu allen fliegenden Objekten. Ehrenamtlich sorgen diese und andere Helfer an den Wochenenden für einen sicheren Flugbetrieb und geordnete technische Abläufe.


Unser Erster Vorsitzender hebt ab … 😉

„Toll war’s“, so die Meinung derer, die diesen Tag in vollen Zügen und mit herrlichen Blicken auch „von oben“ genossen hatten. Dass das Sommerfest als Tagestermin angesetzt war, hatte wohl den einen oder anderen abgeschreckt. Was einen Kollegen mit weiteren Terminverpflichtungen nicht hinderte, wenigstens für einen halben Tag vorbeizukommen. Wer gar nicht dabei war, hatte auf jeden Fall was verpasst!

Wer mal beim Segelfliegen schnuppern möchte, findet Informationen beim Flugverein Niederrhein Duisburg e. V. unter http://www.fnd.de.

© 2013 Petra Grünendahl (Text und Fotos)